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Ableger werden in der Regel mit 1 – 3 Brutwaben,1 Futterwabe, 1 Pollenwabe und 1 Wasserwabe gebildet und außerhalb eines Flugkreises von 3 km vom Muttervolk aufgestellt, weil sonst die Flugbienen zurück fliegen würden.
Ableger bildet man, um ein starkes Volk zu schröpfen, damit es nicht schwärmt, aber auch zur Vermehrung des Völkerbestandes.
Im Juni ist die Zeit der Ablegerbildung gekommen. Für die Bildung von Ablegern gibt es vier Gründe:
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Methoden, Ableger zu bilden. Die erfolgversprechendsten Methoden basieren darauf, Ableger mit bereits begatteten Königinnen aufzubauen.
![]() | Ein 5-Waben-Ableger läßt sich mit 2-3 gedeckelten, schlüpfreifen Brutwaben aus verschiedenen geschröpften Völkern, 1 Futter-, 1 Pollen- und 1 Wasserwabe bilden. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, daß keine offene Brut mehr auf den Waben vorhanden ist. Dies würde die Königin beim Zusetzen gefährden. Als Wasserwabe verwendet man eine ausgebaute Wabe, die mit warmem Wasser besprüht oder in Wasser getaucht wurde. Der Ableger wird außerhalb des Flugbereichs des Standes, an dem der Ableger gebildet wurde, aufgestellt (mindestens 3, besser 5 km Luftlinie Entfernung). Nach zwei Stunden braust das Volk, da es keine Königin hat und mangels offener Brut auch keine Königin selbständig nachziehen kann. Das ist der richtige Zeitpunkt, eine begattete Königin zuzusetzen. Länger als vier Stunden sollte allerdings auf keinen Fall gewartet werden, da dieses Volk dann ein Drohnenmütterchen heranzieht und damit die Königin nicht mehr angenommen wird. | |||
| 1 Wasser- | 1 Futter- | 2-3 Brut- | 1 Futterwabe | |
Durch Beobachtung des Fluglochs erfährt der Imker am leichtesten, ob Brut im Volk ist. "Höselt" das Volk, (Dann "höselt" sie den Pollen, das heißt, dass sie ihren Körper säubert und der Pollen wird zu zwei Klümpchen geformt und am 3. Beinpaar befestigt und so in den Stock getragen.) kann davon ausgegangen werden, daß die Königin in Eilage ist.
Eine sehr gute Methode, Ableger zu bilden, besteht in der Bildung eines Kunstschwarms. Dazu kehrt man von sechs bis acht Waben aus den Honigräumen mehrerer zu schröpfender Völker die Bienen durch ein Absperrgitter in einen Feglings- oder Schwarmsiebkasten, dass nicht aus Versehen eine Königin dabei ist. Alternativ kann man auch ein leeres Magazin verwenden. In jedem Fall muß dieser Kasten über eine ausreichende Belüftung verfügen, um einen Verbrausen des Kunstschwarmes vorzubeugen. Die abgekehrten Bienen laufen selbst in die dunkle Beute und sammeln sich dort am Deckel zu einer Traube. Am Deckel kann entweder ein Zusetzkäfig mit der Königin befestigt sein, der durch Futterteig verschlossen ist, oder der Kunstschwarm bleibt zunächst zwei Stunden stehen, bevor die Königin direkt zugesetzt wird. Der so präparierte Kunstschwarm wird nun für drei Tage in einen dunklen Kellerraum gestellt und gefüttert. Während dieser Zeit verlieren die enthaltenen Flugbienen die Orientierung an den ursprünglichen Stock, von dem sie abgekehrt wurden, und gewöhnen sich zu einem eigenen Volk zusammen.