Häufig gestellte Fragen

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Wie steht es mit der Pestizidbelastung in Bienenprodukten?

Bienen reagieren mit empfindlichen Antennen auf mit Pestiziden belastete Pflanzen und meiden sie weitestgehend. Fliegen sie trotzdem belastete Pflanzen an, setzen die Gifte den Bienen so zu, dass sie noch vor ihrer Rückkehr in den Stock verenden, die Gifte also gar nicht erst in die Bienenprodukte gelangen.

Trotzdem gehören Untersuchungen auf Pestizide zu jedem Qualitätsprodukt dazu, strenge Grenzwerte, die es sowohl für Lebensmittel als auch für Arzneimittel gibt, müssen eingehalten werden.

Wie wird Propolis gewonnen?

Propolis wird an den Stellen entnommen, an denen es die Bienen angebracht haben. Damit der Bienenstock im Winter nicht schutzlos ist, kann Propolis nur im Sommer "geerntet" werden. Die Propolismenge in einem Bienenstock schwankt zwischen 150 g und 300 g. Die Menge kann durch zusätzliche Hilfsmittel wie Rähmchen oder Netze auf bis zu 600 g ausgeweitet werden.

Wie wird Pollen gewonnen?

Geerntet werden die Pollen mit Pollenfallen. Dabei handelt es sich um gitterartige Fenster, durch die die Bienen schlüpfen müssen, um in den Stock zu gelangen. Die Pollen werden abgestreift und in Kästen aufgefangen.

Ein starkes Bienenvolk ist unter normalen Bedingungen ohne weiteres in der Lage, ausreichend Pollen für die eigene Ernährung und die Ernte durch den Imker zu sammeln. Der Imker wird nie zu viel Pollen ernten, da ansonsten das Eierlegen der Königin unterbrochen und der Fortbestand des Volkes gefährdet wäre.

Wie wird Gelee Royale gewonnen?

Für die Gewinnung von Gelee Royale bedient der Imker sich eines Tricks: In den Bienenstock werden mehrere Zellen zum Züchten von Bienenköniginnen (Mutterzellen) gestellt. Die Bienenkönigin wird aus dem Stock entfernt. Da die Bienen nun fürchten, ohne Königin zu bleiben, befüllen sie die Zellen schnell mit Futtersaft. Die Entnahme des Futtersaftes erfolgt, wenn die Larven in den Mutterzellen drei Tage alt sind und der Saft die größte Menge und beste Qualität erreicht hat.

Was heißt "kurmäßige Anwendung"?

Naturprodukte wirken langsamer als synthetische Produkte. Um den erwünschten Erfolg mit den jeweiligen Bienenprodukten zu erzielen, ist es deshalb notwenig, sie über einen längeren Zeitraum — in der Regel mindestens 6 bis 8 Wochen — einzunehmen. Auch Daueranwendungen mit Bienenprodukten sind möglich, um eine vorbeugende Wirkung zu erzielen. Rat hierzu finden Sie in den Anwendungsempfehlungen der jeweiligen Produkte, in Ihrer Apotheke oder Ihrem Reformhaus.

Haben Bienenprodukte ein Allergiepotenzial?

Wie bei jedem anderen Produkt, können auch bei den unterschiedlichen Bienenprodukten Allergien auftreten. Das höchste Potenzial haben hier die Pollen. Allergiker sollten auf jeden Fall vor Einnahme der Präparate ihren Arzt kontaktieren.

Gefährdet die Entnahme der unterschiedlichen Bienenprodukte den Fortbestand des Bienenvolkes?

Der Imker hängt vom Fortbestand seines Bienenvolkes ab und wird alles vermeiden, was den Bienen schaden könnte.

Gibt es immer weniger Bienen?

Knapp ein Drittel der etwa 800.000 in Deutschland lebenden Bienenvölker hat den Winter 2002 / 2003 nicht überlebt. Einer der Hauptauslöser ist die aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe. Sie befällt erwachsene Bienen und die Brut und ernährt sich von deren Blutflüssigkeit. Die befallene Brut ist häufig missgebildet und stirbt früh, die erwachsenen Bienen werden durch den Entzug der Blutflüssigkeit geschwächt, pflegen die Brut schlecht und scheinen in ihrem Ausflugs- und Sammelverhalten gestört zu sein. Dadurch wird das gesamte Volk geschwächt.

Der nasse Sommer 2002 führte dazu, dass die Bienen nicht genug Pollen sammeln konnten -ihre wesentliche Nahrung. Dadurch wurden die Völker weiter geschwächt. Hinzu kommt eine Imkerei, die aufgrund von Nachwuchsmangel immer weniger Völker aufpäppelt.

Bekämpft wird die Varroa-Milbe durch organische Säuren (Ameisensäure) zum Abtöten der Milben ohne Schädigung der Bienen und durch geänderte Völkerführung zur Hemmung der Vermehrung der Milbe.

Positiv für die Bienenvölker war das außerordentlich warme Frühjahr 2003, in dem die Völker sich erholen und stark vermehren konnten.

Was kann ich für den Erhalt der Bienen tun?

Bienen werden nicht nur durch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln sondern auch durch die Verbreitung von Monokulturen bedroht. Der heimische Garten ist für die Bienen eine wichtige Nektarquelle. Je mehr Abwechslung im Garten herrscht, umso besser für die Bienen. Wichtig ist, dass auch im Herbst noch blühende Pflanzen wie beispielsweise Astern im Garten vorhanden sind. Heimische Pflanzen sind exotischen vorzuziehen. Und das Beste: statt eines gepflegten Rasens eine blühende Wiese.