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werden in der Regel mit 1 – 3 Brutwaben,1 Futterwabe und einer Wasserwabe gebildet und außerhalb eines Flugkreises von 4 km vom Muttervolk aufgestellt, weil sonst die Flugbienen zurück fliegen würden. Ableger bildet man, um ein starkes Volk zu schröpfen, damit es nicht schwärmt, aber auch zur Vermehrung des Völkerbestandes.
Manchmal ist es erforderlich, Waben bienenfrei zu machen.
Der Imker nimmt die Wabe an den beiden Ohren und stößt die Bienen mit einem kräftigen Ruck in das Volk zurück oder in einen Ablegerkasten. Die wenigen Bienen, die sich dann noch auf der Wabe befinden, fegt er mit einem Abkehrbesen ab.
Auch "Drohnenmütterchen" genannt. Es handelt sich hier nicht um Königinnen, sondern um Arbeitsbienen, die Eier legen, weil das Volk keine Königin mehr hat und auch keine Jungköniginnen mehr nachschaffen kann. Das Volk ist dann "hoffnungslos weisellos". "Weisel" ist der alte Fachausdruck für eine Königin. >"Drohnenbrütigkeit"
Sind älter als zwei Jahre und manchmal ganz dunkel und verschmutzt. Aus diesen Waben wird durch "Einschmelzen" in einem "Dampfwachsschmelzer" sauberes, goldgelbes Wachs gewonnen. Aus den erkalteten Wachsblöcken, den "Wachsböden", lassen sich wieder schöne "Mittelwände" herstellen.
Ein starkes, weiselloses und von offener Brut freies Volk, dem etwa 20 Weiselwiegen eingehängt und mit jüngsten Bienenmaden "belarvt" wurden. Den "Zuchtstoff" entnimmt der Imker einem "Zuchtvolk" mit überdurchschnittlichen Eigenschaften. Zum "Umlarven" benutzt der Imker einen Umlarvlöffel. Die "Pflegebienen" erziehen aus den einen Tag alten Maden junge Königinnen, mit denen man Ableger oder Begattungsvölkchen "beweiseln" kann. Dieser besondere Futtersaft wird auch "Gelee Royale" genannt.
Sie werden im Sommer 4 – 6 Wochen alt und arbeiten sich in dieser Zeit regelrecht zu Tode.
Im Winter werden sie 4 – 6 Monate alt.
Dieser Unterschied ist lebensnotwendig, damit das Bienenvolk bis zum Frühjahr überleben kann.
In einem Bienenvolk herrscht eine regelrechte Arbeitsteilung unter den Arbeiterinnen, die für alles sorgen.( Die Königin legt nur Eier und die Drohnen sind Faulenzer, die sich füttern lassen.
In den ersten 4 Lebenstagen ist die Arbeitsbiene "Putzbiene", vom 5. bis zum 9. Tag ist sie "Pflegebiene", vom 10. bis zum 15. Tag ist sie "Baubiene" und vom 16. bis zum 21. Tag "Wächterbiene" am Flugloch.
Erst nach dieser Zeit des Innendienstes, wird sie zur "Sammelbiene" und fliegt aus, um "Nektar", "Honigtau", "Propolis" oder Wasser in den Bienenstock einzutragen.
Internationaler Begriff für ein Kleinstvölkchen, das eine Jungkönigin hat und zusammen mit ein paar hundert Arbeitsbienen in einem "Begattungskästchen" einen kleinen Bienenstaat gegründet hat. Solche "Nucs" werden von Königinnenzüchtern gebildet, um Königinnen zu erziehen.
Darunter versteht man eine Wabe mit offener Brut, die einem in eine Beute eingeschlagenen Schwarm oder Kunstschwarm zugehängt wird. Dadurch wird ein Ausziehen verhindert. Die Bannwabe mit der offenen Brut löst bei den Bienen einen Brutpflege-Instinkt aus und zwingt sie, in der Beute zu bleiben.
haben entwickelte Wachsdrüsen, mit denen sie kleine Wachsschüppchen von ca. 2 mm² Größe am Hinterleib ausscheiden. Diese Schüppchen bilden das Baumaterial zum Errichten von neuem Wabenbau.
Werden in einem Volk Waben gebaut, dann bilden die Bienen eine Bautraube, d.h. sie verketten sich mit den hinteren Beinpaaren zu einem lebenden Gerüst, das die Baubienen benutzen, um den Wabenbau auszuführen.
Bienenbläser. Wird in amerikanischen Großimkereien eingesetzt, um Honigwaben von Bienen frei zu blasen.
Hobbyimker sollten einen >Abkehrbesen oder eine >Bienenflucht einsetzen.
Bekämpfung der Varroa-Milbe mit einem Behandlungsmittel. Nach der letzten Schleuderung im Spätsommer behandeln wir mit Ameisensäure und im Winter in der brutlosen Zeit mit Milchsäure.
Durch solche Belegstationen, die möglichst frei von Bienen sein sollten, sind kontrollierte Paarungen von Königinnen und Drohnen zu erzielen.
Man unterscheidet zwischen Inselbelegstellen und Landbelegstellen.
Darunter versteht man die natürliche Begattung oder die künstliche Besamung von Königinnen. Der sichere Beweis einer erfolgreichen Begattung ist die Entwicklung eines geschlossenen >Brutnestes mit Arbeiterinnenbrut.
Allgemeine Bezeichnung für eine Bienenwohnung. Das kann ein Strohkorb, eine Holzbeute oder eine Beute aus Hartschaum sein.
In Deutschland gibt es unzählige Beutentypen. Der Anfänger ist klug beraten, wenn er mit einer modernen Magazinbeute beginnt, die schon weit verbreitet ist.
Zusetzen einer Königin in ein weiselloses Volk mit Hilfe eines >Zusetzkäfigs.
Vorrichtung, mit der man einen Honigraum frei von Bienen machen kann. Sie funktioniert nur, wenn sich im Honigraum keine Brut befindet.
Es wird in der Giftdrüse der Arbeiterinnen produziert und in der Giftblase gespeichert. Es ist nicht so hoch toxisch, wie landläufig geglaubt wird. Jeder Imker bekommt in seinem Leben hunderte von Stichen, ohne ernsthaft zu erkranken. Nur in ganz seltenen Einzelfällen kommt es zu lebensbedrohenden Situationen. >Bienengift-Allergie
Bei einem Bienenstich wird etwa 1/1 000 000 Ltr. des Giftes mit dem Giftstachel unter die Haut injiziert. Dabei kommt es zu lokalen Schwellungen, die im Bereich der Augen zu beachtlichen Anschwellungen führen können. In der Regel bilden sich diese jedoch nach einem Tag wieder zurück. Bei einem Stich in die Zunge oder im Rachenbereich sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Die Bienen brauchen Wasser zur Verdünnung von Honig und zur Bereitung des Futtersaftes, aber auch bei hohen Außentemperaturen zur Regulierung der Stocktemperatur.
Da sie dieses Wasser ständig frisch eintragen müssen, baut ihnen der Imker in der Nähe seines Bienenstandes eine Tränke, z. B. ein tropfendes Wasserfass, an das ein sauberes Holzbrett angelehnt ist, auf dem die Bienen das Wasser aufnehmen können.
Kastenbeute mit Hinterbehandlung. Sie wurde weitgehend von der Magazinbeute abgelöst.
Honigtauhonig im Gegensatz zu Blütenhonig. Meist von roter bis dunkelbrauner Farbe. Bleibt längere Zeit flüssig.
Wird von den Bienen aus dem Blütennektar von Wild- und Obstblüten hergestellt. Meist von weißer bis hellgelber Farbe. Kandiert rasch.
BienenSeuchenSachVerständige werden von den Veterinärbehörden bestellt. Sie untersuchen Völker auf Bienenkrankheiten im Auftrag des Veterinärs bei Verdacht auf eine anzeigenpflichtige Bienenseuche.
Drohnenbrut in Arbeiterinnenzellen. Sie entsteht bei Drohnenbrütigkeit eines Bienenvolkes. Meist werden solche Völker abgekehrt und ihre Waben eingeschmolzen.
Männliche Biene, größer und dicker als eine Arbeitsbiene.
Drohnen haben eine Entwicklungszeit von 24 Tagen.
Sie werden aus unbefruchteten Eiern erzogen und dienen nur zur Begattung von jungen Königinnen auf den sog genannten >Drohnensammelplätzen. Im Spätsommer werden sie aus dem Volk geworfen und verhungern ( Drohnenschlacht ).
Auf gedrahteten Leerrähmchen wird von den Baubienen in der Regel Drohnenbau errichtet. Diese Baurahmen ( 1 bis 2 ) entnimmt der Imker nach deren Verdeckelung und schmilzt sie ein, weil sich in deren Brut vermehrt Varroamilben befinden.
Auf diese Weise kann die Population der Milben in Grenzen gehalten werden.
Auf solchen Plätzen versammeln sich die Drohnen aller Bienenvölker in einem Umkreis bis etwa 5 km. Durch deren Duft werden unbegattete Königinnen auf ihrem Jungfernflug angelockt und dort von bis zu 15 Drohnen im Flug begattet.
Die Drohnen sterben sofort nach dem Begattungsakt.
>Vatervölker. Werden auf Belegstellen aufgestellt und dienen zur Reinzucht. Vatervölker sind gekörte Völker, in denen vermehrt Drohnen aufgezogen werden (mehrere Baurahmen)
Ein Bienen-Ei ist etwa 1,7 mm lang und sieht aus wie ein kleiner Stift. Deshalb sagt der Imker : Die Königin >stiftet.
Ist das Ei befruchtet, dann legt es die Weisel in eine Arbeiterinnenzelle, in die etwas größeren Drohnenzelle legt sie ein unbefruchtetes Ei.
Die Legeleistung einer Weisel kann zur Zeit der höchsten Volksentwicklung bis zu 2000 Stück pro Tag betragen.
Ist eine junge Weisel begattet, dann geht sie nach etwa 3 Tagen in Eilage. Für den Imker ist das ein Zeichen, dass die Begattung geklappt hat.
Sitzt ein kleines Volk nur auf 3 bis vier Waben in einer Zarge mit 10 Waben, so ist es sinnvoll, den zu großen Raum durch ein Schied einzuengen. Für das Völkchen ist es dann leichter, die erforderliche Stocktemperatur von 35°C zu halten.
So wird das Glas mit dem Logo des Deutschen Imkerverbandes genannt. Es muss den Gewährverschluss des DIB tragen.
Bilden die Bienen ein Knäuel um die Königin, so ist das ein Zeichen, dass sie ihr feindselig gesonnen sind. Dabei werden der Weisel die Beine abgebissen oder sie wird sogar abgestochen. Meist handelt es sich dabei um eine fremde Königin, die bei der Rückkehr vom Begattungsflug in eine fremde Beute geflogen ist.
Damit ist das Zusetzen einer Königin in ein weiselloses Volk oder Ableger gemeint. Das Einweiseln einer Königin gelingt am ehesten im Frühjahr oder im Herbst, wenn die Volksstärke niedrig ist. In der Regel werden Königinnen in einem >Zusetzkäfig eingeweiselt, der etwa drei Tage verschlossen bleibt, damit sich die Bienen an ihre neue Mutter gewöhnen können. Lässt man die Königin einfach einlaufen, dann wird sie meistens abgestochen.
Im Frühjahr, wenn die Völker noch relativ schwach sind, kann eine Tracht wie die der Salweide zu einer schnellen Entwicklung der Volksstärke beitragen. Dabei wird aber das eingetragene Futter wie Nektar und Pollen fast vollständig zur Entwicklung des Volkes verbraucht, also kein schleuderbarer Honig produziert.
Schon einige Salweiden in der Nähe des Bienenstandes können sehr zur Entwicklung der Völker im zeitigen Frühjahr beitragen.
Der Imker erweitert seine Magazinbeute, indem er eine weitere Zarge aufsetzt. Eine Erweiterung ist dann angezeigt, wenn die Bienen die vorhandenen Wabengassen voll besetzen.
Unterbleibt die Erweiterung, dann wird der Raum für die Bienen zu eng und sie "blasen Schwarmzellen an". Das Volk würde schwärmen, sobald die ersten Schwarmzellen verdeckelt sind.
Wenn Bienen zur Futtersuche ausfliegen, besuchen sie zunächst einmal Trachtpflanzen, die nicht weiter als etwa 400 Meter vom Bienenstand entfernt sind. Erst wenn dort nichts zu holen ist, dehnen sie ihren Flugradius auf etwa 2 km aus.
Von Frühtracht spricht man, wenn im Frühjahr größere Mengen an Nektar aus Obstblüte und Raps eingetragen werden. Die Honige aus der Frühtracht sind Blütenhonige und kandieren schnell. Sie haben einen hohen Anteil an Traubenzucker, der sehr schnell ins Blut geht. Deshalb sind sie als "Kraftnahrung" für Sportler sehr zu empfehlen.
Wird von den Pflegebienen in die Brutzellen gegeben, sobald aus den Eiern kleine Maden schlüpfen. Die Umwandlung vom Ei zur Made erfolgt am 4. Tag nach der Eiablage.
Die Maden schwimmen dann auf dem Futtersaft. Bei unzureichender Versorgung werden die Maden leicht krank.
Wenn der Imker mit seinen Bienen in ein Erfolg versprechendes Trachtgebiet wandern will, braucht er ein Zeugnis, das ihm bescheinigt, dass seine Völker keine anzeigepflichtigen Krankheiten haben. Dieses Zeugnis wird von der zuständigen Veterinärbehörde ausgestellt, nachdem eine Beauftragte Stelle ( BSSV ) die Völker untersucht und keine Krankheitssymptome festgestellt hat.
In manchen Jahren kann eine Tannentracht bis in den Oktober hinein andauern. In diesen Fällen sind die Völker in ihrem Fortbestand gefährdet, weil sie nur noch Honigtau eintragen und ihre Bruttätigkeit stark einschränken. Den Völkern fehlen dann die Jungbienen, die für eine Überwinterung unbedingt notwendig sind.
In diesen Fällen gibt es für den Imker 2 Möglichkeiten, seinen Völkerbestand zu erhalten :aufopfern zu Gunsten eines hohen Honigertrages.
Erwerbsimker praktizieren durchweg die 2. Variante.
Eine junge Königin ist ab dem 6. Lebenstag zur Paarung fähig. Sie fliegt aus und in der Regel von mehreren Drohnen begattet. Oft werden auch mehrere Hochzeitsflüge beobachtet. Sobald ihre Samenblase gefüllt ist, fliegt sie nicht mehr aus und beginnt nach wenigen Tagen mit der Eiablage.
Bei anhaltend schlechtem Wetter kann es vorkommen, dass Jungköniginnen über Wochen nicht ausfliegen können. Solche Königinnen werden dann fehlbrütig, d.h. sie legen nur unbefruchtete Drohneneier. Solche Völker sind nur zu retten, wenn sie mit einer neuen, begatteten Königin beweiselt werden. Besser ist es, die fehlbrütige Königin abzudrücken und das Restvolk abzukehren.
Am Ende der Speiseröhre liegt die stark dehnbare Honigblase. Sie ist von Muskeln umschlossen und fasst etwa 60 mm³ Flüssigkeit. Von der Honigblase kann Nahrung durch eine Art Ventil in den Mitteldarm gelangen. Ein Rückfluss in den Honigmagen ist aber ausgeschlossen.
Die Sammelbiene verbraucht nur einen geringen Teil des Nektars als eigenen Brennstoff. Der überwiegende Teil wird im Volk an die Stockbienen abgeliefert.
Rechnet man mit einem Eintrag von 50 mm³ Nektar pro Flug, so sind 20.000 "Transporte" notwendig, um 1 Ltr. süßen Saft in den Bienenstock einzutragen.
Nimmt man weiter an, dass Nektar wegen seines hohen Wasseranteils von über 40 % bei der Eindickung zu Honig die Hälfte an Volumen verliert, so ergeben diese 20.000 Transporte 1 Glas reifen, schleuderbaren Honigs, der weniger als 19 % Wasser enthält.
Bei einer Volltracht im Raps oder in der Akazie organisiert ein starkes Wirtschaftsvolk "locker" weit über 100.000 Trachtflüge. An solchen Tagen mobilisiert das Volk bis zu 30.000 Sammelbienen, von denen jede mehrmals ausfliegt, um das kostbare Nass in den Stock zu holen.
Wenn Bienen eine Blüte besuchen, um Nektar zu saugen, bleibt an ihren Körperhaaren Blütenstaub hängen, den sie zur nächsten Blüte der gleichen Art mitnehmen. So tragen sie in erheblichem Maße zur Bestäubung der Blütenpflanzen bei. Einen Teil des Blütenstaubes brauchen sie für sich selbst und ihre Brut als Aufbaunahrung. Sie "rechen" ihn mit den vorderen Beinpaaren von ihrem Körper ab, vermischen ihn mit Nektar, "höseln" ihn und tragen ihn in Form von 2 Paketchen , die an den Hinterbeinen festkleben, in ihre Behausung.
Diese Paketchen nennt man "Pollenhöschen". Sie haben, je nach Herkunft, verschiedene Farben :
Daneben gibt es noch eine Menge grüner und brauner Pollenarten. Der versierte Imker kann also an den Pollenhöschen, die seine Schützlinge eintragen, erkennen, welche Blütenpflanzen sie gerade besuchen.
Wenn Königinnen im Volk aus ihren Zellen schlüpfen, ist am Bienenstock ein merkwürdiges Geräusch zu vernehmen, das sich wie das Quaken von Fröschen und das Tüten von Grillen anhört. Das Tüten von der Königin erzeugt, die als erste ihre Zelle verlassen hat. Das Quaken kommt von den Königinnen, die gerade schlüpfen wollen.
Ich habe als Anfänger diese merkwürdigen Töne des Öfteren vernommen, konnte mir aber keinen Reim darauf machen. Erst als ich die Waben mit den Schwarmzellen gezogen habe, konnte ich die "Tüterin" aufgeregt auf der Wabe herum laufen sehen. Die "Quakerinnen" verließen dann ziemlich gleichzeitig ihre Zellen und ich konnte sie einfach abfangen. > Stethoskop zum Abhören
| Außenmaße | breit | hoch |
|---|---|---|
| Deutsch-Normal | 37,0cm | 22,3cm |
| Zander | 42,0cm | 22,0cm |
| Kuntzsch hoch | 25,0cm | 33,0cm |
| Langstroth | 44,1cm | 23,8cm |
| Dadant | 43,5cm | 30,0cm |
Raupen der großen und kleinen Wachsmotte.
Sie ernähren sich von den Kokons der Brutwaben und fressen diese regelrecht auf. Beim Verpuppen bohren sie Löcher in die Wände von Hartschaumbeuten.
Deshalb sollte man entnommene Altwaben gleich einschmelzen. Hellbraune Brutwaben einschwefeln und mottendicht aufbewahren.
Jungfernwaben und Mittelwände werden von den Wachsmotten kaum befallen.
Eine Räuberei unter den Bienenvölkern wird meist vom Imker selbst durch unsachgemäße Eingriffe ausgelöst.
Honig wird bekanntlich erst entnommen, wenn die Tracht zu Ende ist. Aber die Sammlerinnen suchen weiter in unmittelbarer Nähe und finden schließlich einen reich gedeckten Tisch in Form der abgekehrten Honigwaben, die der Imker nicht bienendicht verstaut hat. Die ersten Honigräuberinnen melden zu Hause eine äußerst ergiebige Trachtquelle in unmittelbarer Nähe ( Rundtanz ) und dann wird eine kleine Räuberei zu einem Sturm. Innerhalb weniger Minuten stürzen sich Tausende von Flugbienen auf das "gefundene Fressen". Was ist zu tun ?
Fluchtartig das Schlachtfeld verlassen und erst am nächsten Tag, möglichst in den Abendstunden den restlichen Honig entnehmen.
Wenn man mit einer >Bienenflucht arbeitet, sind die Honigräume nach 1 bis 2 Tagen leer und der Imker hat keine Räubereiprobleme.
Während der Winterruhe schwillt die Kotblase der Bienen mächtig an, da sich in ihr alle anfallenden Stoffwechselreste angesammelt haben. Deshalb ist es für die Bienen eine Erleichterung, wenn sie an einem sonnigen Tag im Februar, bei 8 – 10°c Lufttemperatur, ausfliegen können, um die Kotblase zu entleeren.
Meine Frau Gudrun ist davon nicht gerade begeistert. Wenn sie nämlich gerade an einem solchen Tag Wäsche auf der Spinne hängen hat, dann ist das Malheur passiert : Die kotenden Bienen fliegen über die weißen Wäschestücke und hinterlassen darauf Dutzende von braunen "Farbtupfern". Die Wäsche muss zurück in den zweiten Waschgang. Des einen Freud ist dann, wie so oft, des anderen Leid.
Amerikanisches Wort für "Bienenabwehrmittel".
Am häufigsten wird künstliches Bittermandelöl eingesetzt.
Das gibt es in Spraydosen. Imkermeister Karl Pfefferle benutzt es beim Füllen seiner Ruck-Zuck-Kästchen. Achtung ! Überdosierungen bewirken genau das Gegenteil: Die Bienen flüchten nicht, sondern greifen an.
Die junge Königin fliegt ab dem 5. Lebenstag zu mehreren Hochzeitsflügen aus und wird von bis zu 12 verschiedenen Drohnen begattet. Den empfangenen Samen speichert sie in der Samenblase. Bei der Eiablage in Arbeiterinnenzellen, werden die "Stifte" mit Samen befruchtet. Eier, die in Drohnenzellen gelegt werden, bleiben unbefruchtet.
So nennt man Bienen, die zum Sammeln von Nektar, Honigtau, Pollen, Kittharz oder Wasser ausfliegen. Den Außendienst treten die Bienen ab der 4. Lebenswoche an und verrichten ihn etwa 3 Wochen.
Eine Art der Ablegerbildung.
Man kehrt von 2 bis 4 Brutwaben die Bienen ab und setzt diese bienenfreien Waben über Absperrgitter in den Honigraum. Die darauf befindliche junge Brut "saugt" Pflegebienen aus den darunter liegenden Bruträumen nach oben. Dann entnimmt man diese Brutwaben mit den Bienen und bringt sie in einem Ablegerkasten auf eine "Jungvolkstation".
Beweiselt werden solche Sauglinge mit einer schlüpfreifen Zelle oder einer Königin.
Beim Schröpfen entnimmt man einem starken Volk ( Mitte Mai bis Anfang Juni ) Bienen oder Brutwaben zur Schwarmtriebdämpfung und bildet damit einen Kunstschwarm oder einen Ableger. >Vermehrung der Völkerzahl > Verjüngung des Völkerbestandes > Schwarmverhinderung
Die natürliche Art der Vermehrung bei den Honigbienen. Ist ein Bienenvolk in "Schwarmstimmung", dann "bläst" es sog. "Spielnäpfchen" an. Diese Königinnen entstehen vor allem an den unteren Wabenrändern der oberen Brutraumzarge und sind beim Aufkippen gut sichtbar.
Sobald diese Näpfchen von den Bienen etwas vergrößert werden, werden sie von der Königin bestiftet. Für den Imker ist dies ein Zeichen, dass das betreffende Volk in Schwarmstimmung ist. Von nun an wird die Königin von ihrem Hofstaat nicht mehr gefüttert und muss zwangsläufig eine Abmagerungskur machen. Sie nimmt nun selbst Honig aus den offenen Honigzellen auf und legt fast keine Eier mehr. Durch die Abmagerung wird die Königin wieder flugfähig. Die Stockmutter zieht mit etwa 1/3 der Bienenpopulation aus der Wohnung aus, sobald die ersten Schwarmzellen gedeckelt sind. Der Imker sagt: "Der Vorschwarm fällt".
Karl Weiß* beschreibt diesen Vorgang so :
"Ein ausziehender Bienenschwarm ist ein imponierendes Schauspiel. Die Bienen stürzen, einem Wasserfall gleich, zum Flugloch hinaus und erfüllen die Luft mit Brausen. Eine dunkle Wolke aus unzähligen kleinen hin und her flitzenden schwarzen Punkten (Bienen) wogt in Baumeshöhe über der Auszugsstelle. Irgendwo in ihrer Mitte befindet sich die Königin. Nach einer Weile bemerkt man, wie sich die ersten Bienen an einem Ast, einem Pfahl oder einem Dachvorsprung in der Nähe absetzen. Sie schwirren noch im Sitzen heftig mit den Flügeln und haben ihre Duftdrüse ausgestülpt. Auf diese Weise 'sterzelnd', locken sie die anderen Bienen und die Königin zu sich hin. Die Ansammlung wird immer größer und es entsteht die Schwarmtraube".
Karl Weiß : Der Wochendimker. Eine Schule für das Imkern mit Magazinen.
4. Auflage, Ehrenwirth Verlag München
Vorschwärme setzen sich meist in unmittelbarer Nähe des Bienenstandes in 2 – 4 m Höhe an einen Baumast. Da sie mit der alten Königin geschwärmt sind, die oft nicht mehr die beste Fliegerin ist, bilden sie rasch eine Schwarmtraube. Besprüht man diese mit einem Wasserzerstäuber, so rücken die Bienen eng zusammen und lassen sich ohne große Umstände in einen Schwarmfangkasten schütteln.
Nachschwärme haben eine oder mehrere junge, unbegattete Königinnen mit hervorragenden Flugeigenschaften. Solche Schwärme setzen sich oft in Baumkronen und sind für den Imker unerreichbar. Man sollte besser nicht versuchen, sie einzufangen. Schon viele Imker sind dabei von der Leiter gestürzt.
Gelingt es dem Imker nicht, die Schwarmtraube mit der Königin in den Fangkasten zu schütteln, dann zieht dieser wieder aus und sammelt sich am alten Platz oder er zieht endgültig davon.
Rauchbläser. Er wird heute weltweit zum Beruhigen der Bienen benutzt. Als Rauchmaterial nimmt man Heublumen, sporiges Holz, Farnstroh, Wellpappe und dgl. mehr.
Wichtig ist, dass das Rauchmaterial lange glimmt und viel Rauch erzeugt.
Bei aggressiven Völkern gibt man 2 – 3 Rauchstöße in das Flugloch und wartet etwa 2 Minuten. Dann öffnet man vorsichtig den Beutendeckel und gibt wieder 2 – 3 Rauchstöße auf die hervor quellenden Bienen. Diese ziehen sich darauf hin rasch zurück und nehmen Futter auf. Nun kann der Imker in Ruhe am Volk arbeiten. Bei längeren Eingriffen sind manchmal weitere Rauchstöße notwendig.
Sonnenwachsschmelzer nutzen die Energie der Sonne in ähnlicher Weise wie Sonnenkollektoren.
Dunkle, alte Brutwaben haben zwar einen relativ hohen Wachsanteil, der sich aber in einem Sonnenwachsschmelzer nur zu einem geringen Teil ausschmelzen lässt. Es bleibt zu viel Wachs im Trester zurück.
Altwaben lassen sich effektiver im Dampfwachsschmelzer verarbeiten.
sind Kundschafter, die von einem schwarmlustigen Volk ausgeschickt werden, um nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten.
Haben diese Kundschafter schon vor dem Auszug des Schwarmes eine geeignete neue Wohnung gefunden, so bleiben die Bienen nicht lange in der Schwarmtraube sitzen.
Spurbienen teilen ihren Genossinnen durch einen Tanz sehr präzise mit, wohin der Schwarm fliegen muss, um die neue Wohnung zu finden.
> siehe auch unter Prof. Dr. Martin Lindauer* "Communication among Social Bees"
Allgemeiner Begriff für eine Wetterlage, bei der es für die Bienen etwas zu holen gibt. Wo sich die Trachtpflanzen befinden und wie weit sie vom Bienenstock entfernt sind, haben die Kundschafterbienen ihren Stockgenossinnen gemeldet, bevor es der Imker bemerkt hat.
Erst wenn sich die Sammlerinnen zu Tausenden auf den Weg machen, also wenn reger Flugbetrieb herrscht, wird es für den Imker offensichtlich, dass etwas eingetragen wird. Die tägliche Zunahme an eingetragenem Futter kann man mit einer Stockwaage ziemlich genau ermitteln.
Fast alle Imkerverbände in Deutschland haben mittlerweile ein Trachtbeobachtungsnetz aufgebaut. Die Imkerverbände Rheinland und Rheinland-Pfalz messen an 64 Standorten ( Stand: Feb. 2004 ) die Zunahmen und Abnahmen von Waagvölkern und geben die Daten alle 14 Tage in einem Informationsbrief an die Vereine weiter. Diesen hervorragenden Service des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen haben die Bienenwissenschaftler Dr. Schulz und Dr. Otten ins Leben gerufen. Für den südpfälzischen Raum werden noch "Trachtmelder" gesucht.
Der Imker unterscheidet zwischen folgenden Trachten :Starke Wirtschaftsvölker wintere ich grundsätzlich auf 2 Zargen ein. So ist genügend Platz zur Aufnahme des Winterfutters.
Zur Überwinterung von Jungvölkern benutze ich ein Ablegermagazin mit 2 bis 3 Zargen ( Hartschaum ).
Kernvölkchen mit 0-jähriger Königin lassen sich auf 3 bis 4 Zargen der MiniPlus-Beute problemlos überwintern.
Sie sollten jedoch möglichst nicht zusammen mit starken Völkern auf einem Stand stehen, sonst besteht die Gefahr der stillen Räuberei.
Von Umweiselung spricht man, wenn ein Bienenvolk mit adulter Königin eine junge Königin bekommt. Diese Prozedur klappt am besten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr.
Man fängt die alte Königin aus und ersetzt sie durch eine leistungsfähige junge Weisel, die 2 bis drei Tage in einem Zusetzkäfig eingesperrt wird, damit sie den Stockgeruch annimmt. So wird sie in den meisten Fällen von den Bienen als neue Königin akzeptiert.
Man kann aber auch dem entweiselten Volk einfach einen Ableger aufsetzen und die alte Königin abdrücken.
Ein gefährlicher Parasit, der sich Ende der 70er Jahre von Oberursel ausbreitete und mittlerweile in jedem Bienenvolk Europas vorzufinden ist. Er vermehrt sich während eines Bienenjahres um das Hundertfache und vernichtet die Bienenbrut. Unsere Bienen erkennen die Milbe nicht als Feind, den es zu bekämpfen gilt. Allerdings gibt es zwischen den Völkern auffallende Unterschiede im Befallsgrad. Das könnte darauf hin deuten, dass manche Völker frühzeitig erkennen, welche Brutzellen von der Milbe befallen sind und diese ausräumen. Es scheint also ein Zusammenhang zu bestehen zwischen dem Putztrieb eines Volkes und der Anzahl der Milben, die während einer Brutperiode "erzogen" werden. Seit einigen Jahren versucht man, Königinnen von solchen Völkern mit überdurchschnittlichem Putztrieb in größeren Mengen zu züchten. Bisher ist jedoch eine Behandlung mit Ameisensäure, Oxalsäure oder Milchsäure unbedingt notwendig, wenn man seine Völker über den Winter bringen will. > Behandlung
Wenn der Imker mit seinen Bienen wandert, d.h., wenn er sie an einen anderen Standort bringt, muss er die Fluglöcher schließen. Die Bienen sind also in ihrer Wohnung eingesperrt. Das beunruhigt sie sehr. Sie schlagen heftig mit den Flügeln, die Stocktemperatur steigt von normalen 35°C allmählich an und kann, wenn nicht für ausreichende Belüftung und Kühlung gesorgt wird, eine Temperatur erreichen, bei welcher der Wabenbau zu schmelzen beginnt. Die Völker "verbrausen".
Bei Wanderungen von mehreren Stunden sollte man deshalb ganz früh am Morgen los fahren ( Morgenkühle nutzen ), damit man noch vor der Mittagshitze den Wanderplatz erreicht.
Nach dem Abladen sofort die Fluglöcher öffnen !
Beim Öffnen der Fluglöcher unbedingt Rauch einsetzen, denn die Bienen stürzen sonst massenweise aus den Beuten heraus und greifen ihren "Peiniger" an.
Bei der Durchschau der Völker kann es vorkommen, dass ein Bienenvolk keine offene Brut hat, obwohl genügend geputzte Zellen zur erneuten Bestifung durch die Königin vorhanden sind. In solchen Fällen besteht der Verdacht, dass keine Königin mehr vorhanden ist.
Um sicher zu gehen, hängt man diesem auffälligen Volk eine bienenleere Wabe mit Eiern und offener Brut zu. Diese Wabe wird markiert, damit man sie bei der nächsten Durchschau sofort wieder findet. Nach etwa 4 Tagen zieht man diese Wabe und kontrolliert sie auf Nachschaffungszellen. Sind keine vorhanden, dann hat das Volk noch eine Königin.
Sind jedoch Weiselzellen angeblasen, dann ist keine Stockmutter im Volk. Nun lässt man 2 gut mit Futtersaft versorgte Zellen stehen. Das Volk schafft sich selbst eine junge Königin nach.
Besser ist es jedoch, das weisellose Volk mit einem Ableger zu vereinigen, der schon eine legende Jungkönigin hat.
Moderne Versandkäfige sind auch als Zusetzkäfige verwendbar. Wenn sich der Jungimker eine wertvolle Königin schicken lässt, sollte er darauf bestehen, dass ihm der Züchter den Versandtag mitteilt. So werden übereilte Aktionen vermieden.
Ich weisle solche Königinnen nur in einen Kunstschwarm ein, der mit Hilfe eines Feglingskastens gebildet wurde.