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Die Honigbiene ist ein soziales Insekt und deshalb als Einzelwesen nicht lebensfähig. Die Lebenseinheit, das Bienenvolk, setzt sich aus einer jahreszeitlich schwankenden Anzahl von Einzelwesen mit unterschiedlichen Leistungen zusammen:
Eine Königin = voll entwickeltes Weibchen, aus befruchtetem Ei.
Entwicklungszeit 16 Tage, Lebensdauer 3-4 Jahre.
Tätigkeit: Eiablage von Frühjahr bis Herbst, kann im Mai/Juni täglich bis zu 3000 Eier legen (2000 Eier = Eigengewicht!); Absonderung von Geruchs- und Geschmacksstoffen für den Volkszusammenhalt.
Drohnen: 500-1500 = voll entwickelte Männchen, aus unbefruchteten Eiern, nur im Frühjahr/Sommer vorhanden.
Entwicklungszeit 24 Tage, Lebensdauer 2—3 Monate.
Tätigkeit: Paarung mit Königinnen, "Stimulation" für das Volk.
Arbeiterinnen: 8000-20000 im Winter, 50000-70000 im Sommer = unvollkommen entwickelte und umgeformte Weibchen, aus befruchteten Eiern.
Entwicklungszeit 21 Tage, Lebensdauer 6-8 Monate im Winter, 6-8 Wochen im Sommer.
Tätigkeit: Wachsproduktion aus Körperdrüsen und daraus Wabenbau, Beschaffen von Nahrungsstoffen, Umarbeiten der Nährstoffe in "Ammenmilch" und "Weiselfuttersaft"; Brutpflege, Pflege und Fütterung der Königin, Vorratsbildung, Heizung und Kühlung des Stockes durch Ventilation (Flügelschlag), Reinigen des Stockes und der Zellen, Beschaffen und Verarbeiten zusätzlicher Baustoffe (Kittharz), Verteidigung der Haustür (Flugloch), Eindicken des Nektars von ca. 80% auf ca. 18% Wassergehalt und dabei durch Anreichern mit körpereigenen Stoffen Aufbereitung zu Honig.
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| Königin | Drohne | Arbeitsbiene |
| Die Biene entleert die Honigblase | ![]() |
Biene beim Verdeckeln einer Honigzelle |
| Ruhende Biene | Bienen pinselt eine Zelle mit Propolis aus, sie bereitet sie zur Eiablage oder Honigaufnahme vor |
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Königin hat den Hinterleib in die Zelle gesteckt und legt ein Ei ab |
Die Bienen sind eine Insektenfamilie, die weltweit mit 12.000 verschiedenen Arten vertreten ist. Im Zusammenhang mit der Imkerei denken wir freilich nur an unsere Honigbienen (Apis mellifera). Sie ist eine der wenigen staatenbildenden Insekten und gerade wegen dieser Eigentümlichkeit für uns so nutzbringend. Durch das Überwintern als ganzes Volk (im Winter 5.000 bis 10.000 Einzeltiere), steht im zeitigen Frühjahr eine große Anzahl Bienen zur Bestäubung der Obstbäume, Beerensträucher und anderer Frühjahrsblüher zur Verfügung.
Dieser Nutzen der Bienen ist um ein Vielfaches höher, als der, der dem Imker durch den Honigertrag erbracht wird.
Unter den Honigbienen gibt es wiederum unterschiedliche Rassen, die jeweils spezifische Merkmale aufweisen. Hierzulande sind die Imker bestrebt, die Rasse "Carnica" möglichst rein zu züchten. Neben anderen günstigen Eigenschaften zeichnet sich diese Rasse durch besondere Sanftmut aus, ein sehr geschätztes Merkmal, sowohl für den Imker, als auch für seine Nachbarn. Geübte Imker können mit diesen Bienen in der Regel ohne Schutzkleidung arbeiten.
In einem Bienenvolk befindet sich ganzjährig immer nur eine Königin, im Sommer 40.000 bis 60.000 Arbeitsbienen und einige hundert Drohnen.
Die Königin , von den Imkern auch Weisel genannt, ist ein vollentwickeltes weibliches Tier und legt in den Sommermonaten täglich bis zu 2.000 Eier.
Die Arbeitsbienen , nicht voll entwickelte, unbegattete weibliche Tiere, verrichten alle anfallenden Arbeiten im Bienenvolk und sammeln Nektar, Pollen und auch Baumharze.
Die Drohnen sind männliche Tiere und haben einzig die Aufgabe, junge Königinnen zu begatten. Sie befinden sich nur im Sommer im Bienenvolk.
Ein Humorist beschreibt sie wie folgt:
Bienen, die ihr ganzes Leben
an den vollen Waben kleben,
die nicht werken, die sich schonen -
diese Bienen - heißen Drohnen.
Das Lebensalter der Königin beträgt bis zu fünf Jahren, das der Arbeiterinnen sechs Wochen im Sommer und sechs Monate im Winter.