Das Schwärmen

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Bienenschwarm Schwarmzellen ...ist die natürliche Vermehrung der Bienen zu ihrer Arterhaltung.

Bei der heutigen Imkerei wird zwar versucht, das Schwärmen zu verhindern; es gelingt jedoch nicht immer. Ein Teil eines Bienenvolkes zieht also mit seiner Königin aus der bisherigen Behausung aus, um sich eine neue Bleibe zu suchen.

Der Auszug eines Bienenschwarmes ist ein äußerst eindrucksvolles Naturschauspiel und kann den unkundigen Betrachter durchaus in Angst und Schrecken versetzen. Dafür gibt es jedoch keinerlei Grund. Schwärmende Bienen sind absolut harmlos. Der Bienenschwarm wird sich nach kurzem Flug zunächst in irgend einem Baum niederlassen bis die "Spurbienen" eine geeignete Wohnstatt gefunden haben. Dies ist der geeignete Zeitpunkt, zu dem ein Imker den Schwarm leicht einfangen kann.

Sollte sich in Ihrem Garten oder Haus ein Schwarm niederlassen, besteht keinerlei Grund zur Panik. Schwarmbienen sind in keiner Weise angriffslustig. Lassen Sie die Bienen gewähren und verständigen Sie bitte einen Imker, damit der Schwarm fachgerecht eingefangen werden kann.

Die zentrale Meldestelle für Bienenschwärme ist der Imkerverband Berlin ( 92 12 64 42 ).

Für Mariendorf und Umgebung erreichen Sie auch örtliche Schwarmfänger unter den Rufnummern:

Lankwitz : 775 54 97.

Mariendorf : 701 311 40.

Tempelhof : 785 74 35.

Kann ein Bienenschwarm nicht rechtzeitig eingefangen werden, so zieht er in der Regel in eine Höhle seiner Wahl ein. Das kann auch eine leerstehende Beute bei einem Imker sein.

Einen anderen Platz bevorzugte ein Bienenschwarm im Sommer 1996. Da wählte ein Bienenschwarm just das Rathaus Tempelhof als neue Bleibe aus. In luftiger Höhe und zum angenehm begrünten Hof gelegen, war es ein Mauerloch, das den Bienen Zugang zum Rathausdachboden ermöglichte. Sie richteten sich häuslich ein und flogen von früh bis spät gerade über dem Fenster einer Amtsstube ein und aus. Dieser provokative Fleiß vor den Augen der Rathausdiener war unerträglich. Ein beherzter Imker mußte her; ritz ratz wurde die Rigipswand aufgesägt und das Gesindel in eine Kiste verbannt. Ab ging es nach Lichtenrade, wo sie nun in einer ordentlichen Beute in Frondiensten einer Imkerin stehen.

Schlüpfende Königin:

Königin

Etwa eine Woche nach Auszug des Schwarms werden die jungen Königinnen schlüpfreif. Auf gleiche Weise wie die Arbeitsbienen arbeitet sich auch die junge Königin heraus und tritt die Herrschaft im Stock an. Aber in weiteren Königinnenzellen schlummern noch Rivalinnen. Die Königin fühlt die Gefahr und ist bestrebt, ihre Nebenbuhlerinnen mit dem Giftstachel, den sie nie gegen Menschen, sondern nur gegen ihresgleichen anwendet, zu töten. Wird sie daran von den Bienen nicht gehindert, sondern durch seitliches Aufbeißen der Zellen sogar unterstützt, so ist ihre Herrschaft im Stock gesichert. Hindert jedoch das Volk die Königin am Abstechen der Rivalinnen, so gibt es einen zweiten Schwarm, einen sogenannten Nachschwarm, wobei die zuerst geschlüpfte Königin mit ihrem Anhang auszieht. Zwischen den weiteren Königinnen gibt es dann einen Kampf auf Leben und Tod, wobei in der Regel die kräftigste und flinkste Königin siegt.